Alter aztekischer Segen

Horche beim Lesen in Dein Inneres, was die Worte mit dir machen…

Alter aztekischer Segen

Ich befreie meine Eltern von dem Gefühl, mich enttäuscht zu haben…

Ich befreie meine Kinder von der Notwendigkeit, mich stolz machen zu müssen; mögen sie in der Lage sein, ihren eigenen Weg zu gehen, je nachdem, was ihnen ihr eigenes Herz ständig zuflüstert…

Ich entbinde meinen Partner von der Verpflichtung, mich zu ergänzen. Ich bin bereits ganz. Ich lerne ständig von allen Lebewesen…

Ich danke meinen Großeltern und Vorfahren, die sich vereint haben, damit ich heute das Leben einatmen kann.
Ich befreie sie von früheren Fehlern und unerfüllten Wünschen, da ich weiß, dass sie ihr Bestes getan haben um jede Situation zu lösen, durch den Bewusstseinszustand in dem sie sich zur damaligen Zeit befanden…
Ich ehre euch, ich liebe euch und erkenne euch als unschuldig an…

Ich bin transparent vor euren Augen, damit ihr wisst, dass ich nichts zu verbergen habe oder etwas anderes schulde, außer mir selbst und meiner Existenz treu zu sein und der Weisheit meines Herzens zu folgen…

Ich weiß, dass ich meinen eigenen Lebensplan zu erfüllen habe, frei von unsichtbaren und sichtbaren familiären Glaubensmustern und Bindungen die meinen Frieden und mein Glück stören und die auch meine einzige Verantwortung sind…

Ich verzichte auf die Rolle des Erlösers, der die Erwartungen anderer erfüllen soll.

Ich lerne durch Liebe – und nur durch – LIEBE.

Ich segne meine Essenz, mit meiner eigenen Ausdrucksweise, obwohl mich einige vielleicht nicht verstehen…
Ich verstehe mich selbst,
weil ich allein meine Geschichte gelebt und erlebt habe,
weil ich mich selbst kenne und weiß wer ich bin,
was ich fühle, was ich tue und warum ich es tue…

Ich respektiere mich selbst…
Ich ehre das Göttliche in mir und in dir…

Wir sind frei.

Segen der Azteken in der Sprache der Nahuatl  –  er ebnet den Weg für Vergebung, Zuneigung, Nicht-Anhaftung und Befreiung. (Frei übersetzt)

Hier der englische Text:

Ancient Nahuatl Blessing

I release my parents from the feeling that they have already failed me.

I release my children from the need to bring pride to me;  that they may write their own ways according to their hearts, that whispers all the time in their ears.

I release my partner from the obligation to complete myself.
I do not lack anything, I learn with all beings all the time.

I thank my grandparents and forefathers who have gathered so that I can breathe life today.

I release them from past failures and unfulfilled desires, aware that they have done their best to resolve their situations within the consciousness they had at that moment.
I honor you, I love you and I recognize you as innocent.

I am transparent before your eyes, so they know that I do not hide or owe anything other than being true to myself and to my very existence, that walking with the wisdom of the heart, I am aware that I fulfill my life project, free from invisible and visible family loyalties that might disturb my Peace and Happiness, which are my only responsibilities.

I renounce the role of savior, of being one who unites or fulfills the expectations of others.

Learning through, and only through, LOVE, I bless my essence, my way of expressing, even though somebody may not understand me. I understand myself, because I alone have lived and experienced my history; because I know myself, I know who I am, what I feel, what I do and why I do it.

I respect and approve myself.
I honor the Divinity in me and in you.

We are free.

This ancient blessing was created in the Nahuatl language, spoken in Mexico. It deals with forgiveness, affection, detachment and liberation.

12 Gedanken zu “Alter aztekischer Segen

    1. Freut mich ganz besonders Peter, dass dich dieser Text anspricht. Ich fand ihn auf Anhieb weise und befreiend. Es ist toll, dass wir einander befreien können, wenn wir bereit dazu sind.

      Liebe Grüße an den See – heute aus München
      Marion

      Gefällt mir

    1. Meinst du mit „äußerem Zutun“ Gott, der sich dir zuwendet oder auch nicht?

      Spiritualität und Gott, du trennst diese beiden?
      Für mich ist Spiritualität ein tiefes inneres Wissen um das Göttliche. Und wenn du dich damit verbindest, kannst du gar nicht getrennt von Gott sein.

      Der obige Text ist für mich spirituell.

      Gefällt mir

  1. Marion, danke für deine Antwort, ich bin spät dran, ich weiß. Ehrlich gesagt, war ich im Dezember vorigen Jahres etwas schnell im Urteil, was ich danach, als mein Kommentar verschickt war, auch bereute. Was mich zu dieser Formulierung, dass Gott sich uns zuwendet, bewog, ist das Prinzip der Gnade, ein Jahrhunderte lang viel diskutiertes Thema. Nimm Hiob, hat alles richtig gemacht, sich „ethisch“ anständig verhalten – und dennoch, Gott war nicht im Spiel …
    Du nennst den Text spirituell, das ist er ganz sicher, die Inhalte werden jedoch aufgefangen von den ethischen Ansagen der Moderne, frühestens seitdem Humanismus und Aufklärung Eingang gefunden haben in unser Denken, Rechtsempfinden und unsere Moral. Dennoch: die Welt wurde seither nicht besser, täglich stehen wir vor neuen Herausforderungen, die sich wie Haufenwolken vor uns auftürmen, so dass wir sie nicht bewältigen.
    Vielleicht war es dieser Satz in dem aztekischen Text: Ich verzichte auf die Rolle des Erlösers, der die Erwartungen anderer erfüllen soll. Vielleicht nur dieser Satz, der mich aufhorchen ließ.
    Wir brauchen Gott, der sich uns zuwendet, den Erlöser. Wir können Gott nicht zwingen, wir können ihn uns nicht weichspülen, indem wir uns mit ihm identifizieren. Unsere Hilfe untereinander ist begrenzt. Herzlichst, johannes lichteruh

    Gefällt mir

    1. Lieber Johannes,

      wenn ich dich zwischen den Zeilen richtig verstehe, ist deine Glaubensvorstellung christlich geprägt und die Bibel ist dir heilig, so etwas in der Art?
      So gesehen würde ich verstehen, dass dich der eine Satz des Verzichts auf einen äußeren Erlöser aufhorchen ließ. Sagen wir, er liegt quer zu deiner Glaubensvorstellung.

      Es spielt keine Rolle, dass seit unserem letzten Austausch Zeit vergangen ist. Wann immer etwas angesprochen sein möchte, kann das geschehen.

      Ich selbst bin im begrenzten und verengten Umfeld der Zeugen Jehovas aufgewachsen und habe später weiter gesucht und mir viele Gedanken gemacht. Das Spirituelle ist für mich viel weiter geworden, als sich aufs christliche zu beschränken. Ich glaube heute nicht, dass ein Teil der Menschheit, ob es die Zeugen Jehovas sind oder alle diejenigen, die sich christlich nennen, „die Wahrheit“ hat. Und Gott für sich gepachtet.
      Wahre Spiritualität braucht für mich keine bestimmte Glaubens-/religiöse Gruppe. Was zählt ist allein die innere Verbindung zum Göttlichen, egal wo auf der Welt wir uns gerade befinden und wer wir sind.
      Gott ist für mich nicht eine einzige äußere Person, sonder eine Art Prinzip, „the great spirit behind all things“?!
      Aber das geht dir womöglich viel zu weit.

      Hiobs Geschichte hat mich als Kind und Jugendliche stets sehr berührt. Heute würde ich sagen, wer weiß denn aufgrund der biblischen Erzählung wirklich um Hiob? Was er sich als Seele in jenem Leben vorgenommen hatte zu lernen, z.B.? Er hat grausamen Schmerz erlebt. Das tun viele Menschen, immer wieder. Und es scheint häufig zuzutreffen, dass wo der größte Schmerz ist, auch die Hinwendung zum Göttlichen manchmal nicht weit ist. Insofern ist er oft ein ungeliebter Lehrmeister, auch wenn die Frucht davon sehr süß sein kann.

      Die Welt steht vor immensen Herausforderungen, das ist richtig. Aber wer sagt, dass wir sie nicht bewältigen können? Jede Krise ist eine Chance. Wir können sie bewältigen und zwar nur zusammen. Ohne die Trennung von Hautfarben, Religionen, Kulturen, „Stand“. Es sind die Grenzen in den Köpfen, die Trennung und Leid aufrecht erhalten. Da wo wir unsere Herzen wahrhaftig öffnen füreinander und anerkennen können: „Auch du bist Gott. So ist es.“ – da wird echte Verbindung, herzliches Miteinander und Heilung möglich.

      Wenn du derartige Gedanken beurteilst mit „sich Gott weich spülen“, dann steht dir das frei. Jeder darf glauben, was er glauben kann und möchte. Und jeder lebt mit dem, was sich daraus ergibt. Wir machen Erfahrungen.

      Insofern grüße ich dich ebenso herzlich
      Marion

      Gefällt mir

  2. Liebe Marion, danke für deine prompte Antwort! Es dauerte seit Weihnachten einige Zeit, bis ich die „Conservations“-Funktion auf WordPress entdeckte, und dennoch ist es kein Zufall, dass ich dir heute geantwortet habe. Ich hatte einen Traum von Gründonnerstag auf Karfreitag: ich sehe einen weißen männlichen Oberkörper, ein roter Draht wird von außen (er hängt sozusagen vor dem Körper auf der rechten Seite von Schulterhöhe bis Herzgegend) über den Körper gelegt. Ich denke im Traum zunächst: dieser Draht verbindet einen Motor mit dem Herzen, damit es weiterhin schlagen kann. Dann werde ich mir jedoch der roten Farbe bewusst, und weiß, dass mir neues Blut gegeben wird. Eine Wandlung findet statt, die nicht aus mir selber kommt. Von außen.
    Es fällt mir schwer, zu erklären, was ich meine, wenn ich sage: die Verbrüderung mit Gott ist ein Fehler. Mit Spiritualität sind wir offen für ihn, mehr nicht.

    Wünsche dir eine gute Zeit, johannes

    Gefällt mir

    1. Lieber Johannes,

      manchmal stoßen wir zum passenden Zeitpunkt auf etwas oder erinnern uns dann daran.
      Dein Traum hat etwas in dir angestoßen. Er klingt sehr interessant!
      Ich bin einig mit dir, dass niemand „auf Gott“ einfach so zugreifen kann, dass es den rechten Zeitpunkt und verschiedene Faktoren braucht, bis eine, manchmal auch DIE entscheidende, lebens-wendende „Gotteserfahrung“ möglich wird. Du sprachst oben von Gnade und auch das kann ich bejahen.

      Womöglich kann ich nicht genau erfassen, was du mit dem Fehler der Verbrüderung mit Gott meinst und ich verstehe, dass Worte manchmal unzureichend sind, um etwas Tieferes zu beschreiben.

      Gerade heute hab ich beim Anschauen eines Videos (über Spiritualität und wie die Menschheit Heilung findet) gemerkt, dass ich wieder den Impuls habe zu beten. Im Stillen, aufrichtig, aus dem Herzen. Ich weiß, dass der Zeitpunkt nur bedingt von mir abhängt, „wann Gott zu mir kommt“, um es in deinen Worten zu sagen.

      Danke, ich wünsche dir ebenso eine gute und gesegnete Zeit.

      Marion

      Gefällt mir

    1. Sehr gern. Ich bin kein einsamer Rufer in der Wildnis. Kommunikation ist mir wichtig. Wenn man einander dabei berühren kann, ist es ein Geschenk. Schön, dass du da warst und etwas hinterlassen hast.

      🙏🏼 😇 🌈

      Gefällt mir

Dein Kommentar...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s